Fahrschulklasse besucht Standort Essen

Fahrschulklasse besucht Standort Essen

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Ganz schön was los in Essen. Eine komplette Fahrschulklasse besuchte neulich den Penny Standort von Meyer Logistik. Das Besondere: die 25 Frauen und Männer sind anerkannte Flüchtlinge, stammen aus aller Herren Länder und sind gerade dabei, sich hierzulande eine neue Existenz aufbauen.

Dazu machen sie einen Führerschein (CE, ADR, Stapler) und lernen parallel intensiv Deutsch. Von den schon vorhandenen Sprachkenntnissen zeigte sich Dirk Betkowski, Regionalleiter der Region West, später überrascht und erfreut zugleich: „In keiner Situation mussten wir auf Englisch ausweichen. Alle Fragen wurden in Deutsch gestellt und auch beantwortet. Es waren schon richtig gute Gespräche möglich, was ich im Vorfeld so nicht erwartet habe.“

Rundgang durchs Penny Lager

Nach der Begrüßung und der Vorstellung der Unternehmen Penny und Meyer Logistik stand ein geführter Rundgang durch das Zentrallager auf dem Programm. Zuerst wurden die Scanner erläutert und dann die einzelnen Lagerbereiche vom Wareneingang bis hin zur Entsorgung besucht und deren Funktion erklärt. Highlight dabei war das TK-Haus mit minus 21 Grad. Ob der extremen Minusgrade waren die Teilnehmer begeistert und erschrocken zugleich.

Großes Interesse an Technik

Im Anschluss präsentierte Meyer Logistik moderne Fahrzeugtechnik: Kühlaggregate, Rückfahrkameras, verschiebbare Trenn- und Ladebordwände sowie elektrische Handhubwagen waren für die meisten Teilnehmer „Neuland“ und das Interesse daran dementsprechend groß. Viele Fragen mussten beantwortet werden.

Auf dem Weg in ein „normales“ Leben

Mit ganz unterschiedlichen Eindrücken ging man am Ende Tages auseinander: Die Fahrschüler erhielten einen Einblick in die Arbeitswelt möglicher Arbeitgeber, Betkowski und sein Team in menschliche Schicksale. Betkowski wörtlich: „Wenn man es noch nie mit Krieg, Bomben und Diktaturen zu tun hatte, ist Vieles, was man erzählt bekommt, kaum nachzuvollziehen. Umso mehr würde ich mich freuen, wenn wir den einen oder anderen am Ende der Ausbildung wiedersehen würden und auf den Weg in ein „normales“ Leben als Arbeitgeber begleiten dürften.“ Die Chancen dazu stehen wohl gar nicht schlecht: Zwei Syrer haben haben schon mit dem Disponenten die Telefonnummern ausgetauscht, um in Kontakt zu bleiben. Das könnte was werden …

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