Berufswunsch Berufskraftfahrer

Berufswunsch Berufskraftfahrer

Sprache

Vor sechs Jahren kam Ionut-Vladut Dragomir nach Deutschland. Berufskraftfahrer wollte er werden und eine Ausbildung beginnen. Dass er kaum deutsch sprach, hielt den damals 19-jährigen Rumänen nicht davon ab, sein Glück in der Fremde zu versuchen. Die Sprache kann man nebenbei lernen, war sich Dragomir sicher.

Voller Optimismus stand er so an seinem ersten Arbeitstag in der Niederlassung Rüsseina vor Hans-Peter Nötzel. Kaum ein Jahr später hatte er schon den Führerschein C/CE in der Tasche, im August 2016 seine Ausbildung abgeschlossen und – so, wie er sich das vorgestellt und vorgenommen hatte – ganz nebenbei Deutsch gelernt. „Schon als Azubi war Ionut-Vladut in der Lage, alle Fahrzeugtypen und -kombinationen sicher zu führen“, erinnert sich Nötzel gern an den freundlichen, jungen Mann, der heute in der Niederlassung Nossen am Edeka-Standort Berbersdorf eingesetzt ist. Dass er mittlerweile wieder regelmäßig die Schule besucht, erfüllt alle mit Stolz.

Ausbildung zum Meister für Kraftverkehr

Seit Anfang des Jahres bildet sich Ionut-Vladut Dragomir nämlich am Verkehrsinstitut Chemnitz GmbH zum Meister für Kraftverkehr weiter. Nicht selten muss er dazu samstags von seinem Wohnort Döbeln 60 Kilometer nach Chemnitz fahren, um dort von 7.30 bis 16.15 Uhr den Unterricht zu besuchen. Für die Kollegen heißt das aber auch, die eine oder andere Samstagstour für Dragomir zu übernehmen.  „Natürlich müssen wir bei unserer Einsatzplanung die besonderen Umstände berücksichtigen“, so Nötzel, „aber wo ein Wille ist, ist auch ein Weg und die Kollegen halten einfach zusammen.“

Führungsaufgaben locken

„Als Kraftverkehrsmeister kann ich vielseitige Fach-, Führungs- und Organisationsaufgaben übernehmen“, so Dragomir zu seinen Beweggründen, den „Meister“ zu machen. „Meyer Logistik verfügt über einen großen Fuhrpark und mit meinem praxisorientierten Wissen möchte ich demnächst mitwirken, wenn es heißt, unsere Transporte und Dienstleistungen zu planen und die Einsatzbereitschaft zu gewährleisten. Auch besitze ich als Meister automatisch die Ausbildereignung und wenn ich an meine Ausbildung bei Meyer Logistik denke, würde ich gerne genau diese Inhalte neuen jungen Kollegen vermitteln.“

Den Schritt nie bereut

Fast sechs Jahre lebt Dragomir mittlerweile in Deutschland. Den Schritt in die damals fremde Umgebung hat er nicht bereut, seinen Optimismus nicht verloren. Sein Fazit: „Ich würde das immer wieder so machen. Wenn man etwas wirklich will und sich etwas zutraut, kann man viel erreichen. Selbst Deutsch nebenbei lernen, auch wenn das doch etwas schwerer ist, als ich anfangs gedacht habe …“

Ionut-Vladut Dragomir (r) im Jahr 2014 im Kreis seiner Mit-Auszubildenden und Ausbilder Hans-Peter Nötzel

 

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